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Vergleich10. April 20266 Min. Lesezeit

BMW iX3 vs. Mercedes GLC 300e: Welcher ist der bessere Dienstwagen?

BMW iX3 oder Mercedes GLC 300e — beide gelten als Premium-Dienstwagen, beide laden zuhause. Doch bei Steuerbelastung, Ladelogistik und Gesamtkosten liegen Welten zwischen ihnen.

Zwei Fahrzeuge, eine Frage: Was kommt günstiger?

Der BMW iX3 und der Mercedes GLC 300e stehen bei vielen deutschen Fuhrparkverantwortlichen auf der Shortlist. Beide sind Premium-SUVs im C/D-Segment, beide können zuhause geladen werden, und beide sind steuerlich begünstigt. Soweit die Gemeinsamkeiten.

In der Praxis sind es völlig unterschiedliche Fahrzeugkonzepte — mit sehr unterschiedlichen Konsequenzen für Ihr Fuhrparkmanagement. Der iX3 ist ein reines Elektroauto. Der GLC 300e ist ein Plug-in-Hybrid. Diese eine Unterscheidung zieht sich durch alle relevanten Entscheidungskriterien: Steuer, Laden, Reichweite, Abrechnungsaufwand.

Dieser Artikel schlüsselt die Unterschiede auf — ohne Marketingsprache, mit konkreten Zahlen.

Hintergrund: Dienstwagen zuhause laden — Was sich 2026 für Unternehmen ändert

Steuerlicher Vorteil: 0,25 % vs. 0,5 % — kein kleiner Unterschied

Fangen wir mit dem Entscheidenden an. Bei der Dienstwagenversteuerung gelten seit 2025 folgende Regeln:

BMW iX3 (Vollelektrisch): Als reines Elektrofahrzeug mit einem Bruttolistenpreis von bis zu 100.000 Euro gilt die 0,25-%-Regelung. Bei einem typischen iX3 mit einem Listenpreis von rund 68.000 Euro bedeutet das einen monatlichen geldwerten Vorteil von 170 Euro — bevor die individuelle Steuerklasse des Mitarbeiters greift.

Mercedes GLC 300e (PHEV): Plug-in-Hybride haben keinen Zugang zur 0,25-%-Regelung. Sie landen bei 0,5 % — sofern sie eine elektrische WLTP-Reichweite von mindestens 80 km oder einen CO₂-Ausstoß von maximal 50 g/km nachweisen. Der GLC 300e erfüllt das mit rund 120 km elektrischer Reichweite. Bei einem Listenpreis von ca. 72.000 Euro wären das 360 Euro monatlicher geldwerter Vorteil.

Der Unterschied: 170 Euro vs. 360 Euro pro Monat, pro Fahrer. Bei 20 Dienstwagen und einem durchschnittlichen Steuersatz von 35 % bedeutet das für die Belegschaft in Summe einen Steuermehraufwand von ca. 22.000 Euro pro Jahr — allein durch die Fahrzeugwahl.

Unsere Einschätzung: Wer für einen Mitarbeiter mit hohem Einkommen einen Dienstwagen wählt, sollte den Steuervorteil des reinen Elektroautos nicht leichtfertig aufgeben. Die Differenz ist real und monatlich spürbar.

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Reichweite und Alltagstauglichkeit: Zwei verschiedene Versprechen

Der BMW iX3 (aktuelle Generation bis 2024) kommt auf rund 460 km WLTP-Reichweite. Die ab 2025/2026 verfügbare "Neue Klasse"-Generation soll bis zu 700 km schaffen. Als reines Elektroauto bedeutet das: kein Verbrenner als Rückfall, aber auch kein Tankstopp.

Der Mercedes GLC 300e kombiniert einen 2,0-Liter-Benziner mit einem 31,2-kWh-Akku. Elektrisch schafft er bis zu 120 km — für die meisten Pendlerstrecken in Deutschland ausreichend. Wer morgens vollgeladen abfährt und abends wiederkommt, fährt den GLC im Alltag praktisch rein elektrisch. Auf der Langstrecke springt der Verbrenner ein, ganz ohne Ladeplanung.

Was das für den Fuhrpark bedeutet: Bei Außendienstmitarbeitern mit unplanbaren Tagesrouten und wenig Ladeinfrastruktur unterwegs ist der PHEV flexibler. Für Fahrer mit fixer Pendlerstrecke und Wallbox zuhause ist der reine Elektroantrieb die bessere Wahl — steuerlich und ökologisch.

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Laden zuhause: Hier werden die Unterschiede praktisch

Beide Fahrzeuge laden zuhause mit bis zu 11 kW (AC). Eine passende Wallbox vorausgesetzt. Hier enden die Gemeinsamkeiten.

BMW iX3: Der 74-kWh-Akku lädt von 0 auf 100 % in rund sieben Stunden an der 11-kW-Wallbox. Pro Vollladung lädt ein Fahrer ca. 70 kWh (netto) und kommt auf rund 400 km. Das ist eine klare, monatlich gut planbare Größe für die Kostenerstattung.

Mercedes GLC 300e: Der 31,2-kWh-Akku ist in unter drei Stunden voll. Das klingt komfortabel — ist aber für die Abrechnung komplexer. Warum? Weil ein PHEV-Fahrer sowohl zuhause lädt als auch an öffentlichen Säulen und mit Benzin tankt. Die Grenzen verschwimmen. Welcher kWh-Anteil wurde tatsächlich zuhause geladen? War der Akku auch wirklich jeden Tag leer? Das sind Fragen, die bei rein elektrischen Fahrzeugen nicht entstehen.

Bei unseren Kunden aus dem Fuhrparkbereich sehen wir: Die Abrechnung von PHEV-Ladekosten ist im Durchschnitt 40 % aufwändiger als bei BEV-Fahrzeugen — weil mehr Variablen im Spiel sind und Fahrer das Fahrzeug unterschiedlich nutzen. Manche laden täglich, manche einmal die Woche.

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Ladekosten erstatten: Was gilt seit 2026?

Seit dem 01. Januar 2026 gilt: Die Monatspauschale für zuhause geladenen Dienstwagenstrom ist weggefallen. Für beide Fahrzeuge — BEV wie PHEV — muss der Arbeitgeber nun den tatsächlichen Verbrauch erstatten.

Für den BMW iX3-Fahrer ist das verhältnismäßig einfach: Er meldet einmal im Monat die geladenen Kilowattstunden. Diese werden mit dem behördlich anerkannten Pauschalpreis (34 ct/kWh in 2026) multipliziert oder mit seinem tatsächlichen Stromtarif abgeglichen.

Für den GLC 300e-Fahrer wird es komplizierter: Wie viel hat er wirklich elektrisch geladen? Hat er auch öffentlich geladen? War er vielleicht eine Woche im Urlaub? Ein PHEV-Fahrer hat im Monat im Schnitt weniger Ladezyklen, aber mehr Varianz. Das macht eine saubere, nachvollziehbare Abrechnung aufwändiger.

Unser Tipp für Fuhrparkleiter: Wenn Sie einen Fuhrpark aus gemischten BEV- und PHEV-Fahrzeugen haben, sollten Sie beide in Ihrem Abrechnungsprozess separat erfassen. Die Erstattungslogik unterscheidet sich grundlegend.

Fazit: Wer sollte welches Fahrzeug wählen?

Es gibt kein universelles "besseres" Fahrzeug — nur das für Ihren Anwendungsfall passendere.

Der BMW iX3 ist die bessere Wahl für: Mitarbeiter mit fixer Pendlerstrecke unter 300 km täglich, Fahrer mit Wallbox zuhause, Unternehmen die maximalen Steuervorteil wollen (0,25 %), und Fuhrparks die eine einfache, skalierbare Ladeabrechnung bevorzugen.

Der Mercedes GLC 300e ist die bessere Wahl für: Außendienstmitarbeiter mit unplanbaren Langstrecken, Fahrer ohne zuverlässige Lademöglichkeit zuhause oder unterwegs, und Mitarbeiter, die Verbrennersicherheit als psychologischen Faktor brauchen.

Was beide gemeinsam haben: Ihre Ladekosten zuhause müssen ab 2026 korrekt erfasst und erstattet werden. Und das erfordert einen Prozess — ob Sie einen oder zwanzig solcher Fahrzeuge im Fuhrpark haben.

Der direkte Vergleich

KriteriumBMW iX3 (BEV)Mercedes GLC 300e (PHEV)
AntriebRein elektrischPlug-in-Hybrid
Dienstwagensteuer0,25 % des BLP0,5 % des BLP
Geldw. Vorteil (72.000 €)ca. 180 €/Monatca. 360 €/Monat
Elektrische Reichweiteca. 460 km (WLTP)ca. 120 km (WLTP)
Akkukapazität74 kWh (netto)31,2 kWh (netto)
AC-Laden zuhausebis 11 kWbis 11 kW
Ladezeit (0–100 %)ca. 7 Stundenca. 2,5 Stunden
AbrechnungskomplexitätGering (nur kWh)Mittel (BEV + Benzin)
Bruttolistenpreis (ca.)ab ca. 68.000 €ab ca. 72.000 €
Langstrecke ohne LadenNeinJa (Verbrenner)
Alexander Mausfeld

Alexander Mausfeld

Gründer Home ReCharge

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